„Das wahre Freienwalder Team“
Nach den zwei schmerzhaften Niederlagen gegen Ahrensdorf/Schenkenhorst und Potsdam mussten sich die Freienwalder wieder finden, dass es Borgsdorf kein Debakel gebe. Viele Fans begleiteten die Jahnsieben, die am 3. Advent nach Oranienburg zum souveränen Tabellenführer, FSV Forst Borgsdorf, reisen musste. Die Borgsdorfer haben 16 Punkte auf dem Habenkonto und mit einer Tordifferenz von +95, ist der Klassenprimus fast der sichere Aufsteiger in dieser Saison. Im letzten Spiel besiegten die Randberliner die zweite Vertretung des MTV Altlandsberg mit 46:29. Solch ein katastrophales Ergebnis wollten die Kurstadthandballer unbedingt verhindern, obwohl diese mit 5:11 Punkten und einer negativen Tordifferenz von -11 auf Tabellenplatz 9 stehen. Dazu kommt noch die Krise der Freienwalder, die durch die beiden letzten schrecklichen Leistungen entstand und die krankheits - und verletzungsbedingten Ausfälle. Diese Faktoren machten das Auswärtsteam zum krassen Außenseiter, aber darin steckt die Herausforderung, die erste Mannschaft dieser Saison zu sein, die Borgsdorf endlich schlägt.
Um 16.00 Uhr pfiffen die beiden Unparteiischen die Partie in der MBS-Arena in Oranienburg an. Die Freienwalder waren in den Anfangsminuten augenscheinlich noch in der Kabine, so konnte das Heimteam mit 2 Toren in Führung gehen. Das ließ schon böse Vorahnungen in der Freienwalder Mannschaft zu, doch durch die Tore von Chris Mattias und Oliver Viert egalisierte das Gästeteam die Führung der Borgsdorfer, konnte den Aufschwung nutzen und mit zwei Toren, zum 4:2, in Führung gehen. Es war ein Ausrufezeichen für diese Partie, aber der FSV ließ sich nicht beirren und glich zeitnah, zum 5:5, aus. Nun entstand ein wahres Spitzenspiel der Verbandsliga/Nord, dass gute Anspiele durch den Borgsdorfer Arne Schneider an den Kreis und tolle Spielzüge der Freienwalder beinhaltete. Es blieben knappe Ergebnisse (6:6; 8:9, 10:10) und in dieser Phase konnte jeder erkennen, dass Willen und Leidenschaft gegen individuelle Klasse gegenhalten konnte. Den Kurstadthandballer mussten in den letzten 10 Minuten einige 2 Minutenstrafen hinnehmen, die das Spielgeschehen so beeinflussten, dass die Borgsdorfer schnell auf 17:14 abhauten. Mit der Einstellung der letzten Spielen wäre es so gewesen, dass das der Vorentscheid ist, doch an diesem Tag waren die Freienwalder nicht klein zu kriegen, denn diese robbten sich langsam wieder heran (17:15, 17:16). Am Ende der ersten Halbzeit zeigte sich das Auswärtsteam aus Bad Freienwalde mit dem 18:17 zufrieden, denn mit diesem Ergebnis war in diesem Spiel noch alles möglich. Vom Überraschungssieg bis zum großen Debakel, deswegen war die Devise für die zweite Halbzeit klar, dass die Freienwalder einfach so weiterspielen mussten, denn so wäre auch bei einer Niederlage ein respektables Ergebnis drin gewesen.
Die Kurstadthandballer hatten den Ball beim Anwurf und dieser war nach dem ersten Angriff drin, somit stand es 18:18. Die zweite Halbzeit fing an. Es war kaum für möglich zu halten, aber diese klasse Partie toppte sich in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit nochmal. Die Dynamik der Freienwalder elektrisierte die mitgereisten Fans und nach den ausgeglichenen Spielständen (19:19; 20:20) gingen die Mannen von Guido Juhre mit 2 Toren in Führung (20:21; 20:22). Doch die Borgsdorfer kämpften sich mit all ihrer Ruhe wieder heran und obwohl es nun 22:22 stand, konnte das Auswärtsteam eine Schippe drauflegen. 23:25 war nun das Ergebnis und das Wunder in Oranienburg nahm seine Formen an. Leider wurde aus diesem Wunder nichts, da die Freienwalder in den letzten 15 Minuten an sich selber scheiterten. Dazu kamen noch die Schiedsrichter, die das Spiel auch noch zum Schluss hin spielentscheidend prägten. Chris Mattias und Benjamin Warnke bekamen in dieser Phase fragwürdige Zeitstrafen und mit 4 Spielern war es den Kurstadthandballern nicht mehr möglich gegenzuhalten. Die Borgsdorfer setzten sich immer weiter ab und weil die Freienwalder das Tor nicht mehr trafen, war die Partie nun gelaufen (27:25; 29:26; 32:26). Des Öfteren ließen die Freienwalder bei solch einem Ergebnis die Köpfe hänge, doch die Moral hielt bis in den Schlusssekunden. Somit verloren die Kurstädter das Spiel verdient, aber in der Höhe nicht gerecht 34:28. Trotzdem waren hoffentlich alle Zuschauer mit diesem Spiel zufrieden und diese Partie gibt Hoffnung für die Rückrunde, dass die Abstiegszone verlassen wird. Ein Lob des Borgsdorfer Coach bringt leider keine Punkte, doch es bescheinigt uns nochmal, dass wir wieder den richtigen Weg gehen.
Leider war das Spiel in Oranienburg ein Auswärtsspiel, deswegen können die Fans die nicht dabei sein konnten, dass „neue“ Freienwalder Team am 8.1.2012 um 16:00 Uhr gegen den Viertligisten HC Neuruppin im HVB-Pokal betrachten und vielleicht können die Kurstadthandballer dort ein Wunder geschehen lassen, also unterstützt uns wieder tatkräftig.
Tore: Sebastian Hinz (/), Paul Block(/), Mario Nawin (/), Markus Block (5), Philipp Köppen (1), Chris Mattias (6), Mario Rilke (/), Oliver Viert (6), Raik Höhne (5), Marc Gollung (4), Benjamin Warnke (1)
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