SV 63 Brandenburg-West II – SV Jahn Bad Freienwalde

 

Am Sonntag dem 18.09.2011 machte sich eine große Schar Handballbegeisterter Kurstädter, zum Saisonauftakt auf den Weg nach Brandenburg. Personell konnten die Kurstädter aus dem Vollen schöpfen. Die Bedingungen waren somit optimal für den Saisonstart.

In der Anfangsphase fanden die Jahn-Akteure jedoch nicht ins Spiel. Die Brandenburger hingegen starteten Furios und gingen beim Spielstand von 6:3 erstmals mit drei Toren in Führung. Die Kurstädter wirkten wie gelähmt und fanden einfach nicht zu ihrem Spiel. Die Deckung der Brandenburger stand solide und der Schlussmann hatte auch einen guten Tag erwischt. Somit war es für den Jahn-Angriff schwer Tore zu erzielen. Die eigene Abwehr zeichnete sich im Gegensatz zum Angriff aus und verhinderte schlimmeres. Wären die Torhüter der Freienwalder nicht so gut aufgelegt gewesen, hätte man in der ersten Halbzeit wohl schon höher zurück gelegen. Die vermeidbarsten Fehler ließen sich im Angriff finden. Durch technische Fehler, wie schlechte Pässe sowie nicht gefangene Bälle, ermöglichte man dem Gegner einfache Treffer durch Gegenstöße. Diese wurden von den Kurstädtern schlecht verteidigt, sodass sich die Brandenburger stets in der Überzahl sahen und den Torhütern keine Chance ließen. Zwischenzeitlich führten die Gastgeber bereits mit 5 Toren. (10:5) Die Jahn-Verantwortlichen entschieden sich für die Grüne Karte und versuchten die Akteure, für einen Schlussspurt am Ende der Ersten Halbzeit noch mal wach zu rütteln. Dies gelang teilweise und so ging man mit 3 Toren Rückstand beim 13:10 in die Pause.

Das beim Handball 3 Tore nicht die Welt sind war wohl jedem in der Halle bewusst. Von den Rängen kam von beiden Fanlagern die nötige Unterstützung und die zweite Halbzeit wurde begonnen. Die Freienwalder begannen wie in Halbzeit eins. Anstatt wie vorgenommen den Rückstand weiter zu verkürzen, zogen die Gastgeber Tor um Tor über die Stationen 16:10 und 18:12 weiter davon. Nun war es endlich Zeit auf zu wachen. Die Kurstädter welche sich zu keiner Zeit des Spiels aufgaben, legten einen Zwischenspurt ein und verkürzten auf 18:16. Man merkte wie die Brandenburger langsam nervös wurden, jedoch wurden im Angriff zwei Bälle nach einander einfach weg gegeben und Brandenburg konterte zweimal eiskalt. (20:16) In dieser Phase erhielt Benjamin Warnke dann auch noch zusätzlich die Rote Karte. Die Freienwalder ließen sich davon nicht beeindrucken. Die Abwehr wurde stabiler und konnte den ein oder anderen Ball blocken beziehungsweise abfangen und glich letztendlich zum 20:20 aus. Es lief die stärkste Phase der Kurstädter. Brandenburg war wie versteinert, schloss im Angriff überhastet ab und leistete sich Fehlpässe. Die Freienwalder hatten gleich zweimal hintereinander die Chance zu Führung. Ein 7 m Wurf und eine sogenannte 100%-ige Chance wurden vergeben. Brandenburg ließ sich nicht bitten und einteilte wieder auf 24:20. Das Spiel war so gut wie entschieden. Die Kurstädter gaben jedoch nicht auf und stellten die Deckung auf eine offensive Manndeckung um. Die Niederlage konnte nicht mehr verhindert, jedoch der Rückstand noch um ein Tor verringert werden. Endstand 26:23.

Außer dem enormen Kampfgeist, welchen die Kurstädter an den Tag legten, sollten sie aus diesem Spiel nicht allzu viel mit nehmen. Die Niederlage geht in Ordnung, wenn man jedoch schneller die einfachen Fehler abgestellt hätte wäre durchaus ein Sieg drin gewesen. So kann man jedoch den Brandenburgern nur zu einer soliden Leistung gratulieren und bis zum nächsten Wochenende an den Fehlern arbeiten.

Am kommenden Samstag empfangen die Kurstädter im ersten Heimspiel die Mannen aus Perleberg. In der letzten Saison lieferte man sich schon hart umkämpfte Partien. Man darf also gespannt sein. Anwurf ist wie immer um 18 Uhr.

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