Bad Freienwalde vs. HSG Teltow/Ruhlsdorf
Endlich. Endlich ein Heimspiel im laufenden Pokalwettbewerb für die Kurstadthandballer, die es lieben, vor dieser für Verbandsligaverhältnisse wohl einzigartigen Kulisse auflaufen zu dürfen. Die Handballer aus der Kurstadt hatten, mit Ausnahme des am Rücken lädierten Chris Mattias und dem an Magenschmerzen laborierenden Keeper Paul Block, alle Mann an Bord. Mattias, der für das Kurstädter Spiel normalerweise kaum gleichwertig zu ersetzen ist, wurde von Oli Viert auf der für ihn ungewohnten halb-rechten Rückraumposition vertreten.
Der Gegner – die HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf – war dem ein oder anderen Alteingesessenen noch aus den ersten beiden Verbandsligajahren der Kurstädter bekannt, in jener Zeit noch unter dem Namen KSV Kummersdorf. Damals stiegen die Randberliner in die Brandenburgliga auf, bevor sie im letzten Jahr wieder den Weg in die Verbandsliga antreten mussten. In der vergangenen Saison spielten sie dann in der Verbandsliga Nord auch gegen die Kurstädter. Sowohl das Hin- und auch das Rückspiel endeten remis, so dass man davon ausgehen konnte, ein mit Spannung geladenes Pokalspiel erleben zu dürfen.
Genau so begann auch das Spiel zwischen dem Tabellen-Siebten der Verbandsliga Nord und dem Tabellen-Neunten – allerdings mit zwei Spielen im Rückstand – der diesjährigen Verbandsliga Süd. In den ersten zwanzig Minuten konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. So lief es über die Stationen 1:1, 3:3, 5:5 und 8:8 sehr ausgeglichen, bevor die Freienwalder, angeführt vom bärenstarken Mathias-Vertreter Oli Viert, erstmals den Turbo zündeten und mit drei Toren in Führung gingen. Durch einige Nachlässigkeiten in den letzten Sekunden der ersten Halbzeit, konnten die Teltower den Abstand bis zur Pause auf zwei Treffer verkürzen (Halbzeit-Stand: 15:13).
Guido Juhre stimmte seine Mannen beim Halbzeit-Tee auf die zweite Hälfte ein: „Bloß nicht nachlassen, konsequenter die Abschlüsse suchen, mehr ackern in der Deckung“, gab er die Marschroute für den zweiten Durchgang vor. Und genau das taten die Jungs auch, zunächst jedoch nur die Jungs aus Teltow, die gleich in der Anfangsphase der zweiten Hälfte zum 15:15 ausgleichen konnten. Vielleicht war das der nötige Wachmacher, den die Kurstädter brauchten, denn von da an brannten sie ein wahres Offensiv-Feuerwerk ab. Bester Mann auf dem Feld war in dieser Phase ganz klar Oli Viert, der im gesamten Spiel mit elf Toren zu überzeugen wusste. Ein 6:0-Lauf brachte die Kurstädter mit 21:15 in Führung. Dieser Lauf schien den Sieges- und Kampfeswillen der Gäste gebrochen zu haben, denn der Vorsprung konnte bis zum Ende sogar noch auf einen 9 Tore ausgebaut werden. Am Ende hieß es 30:21 für den verdienten Sieger SV Jahn Bad Freienwalde.
Zwar offenbarte das Spiel der Gastgeber einige Schwächen im Defensiv-Verbund, jedoch lässt sich festhalten, dass gerade die Dachse Alex, Nick und Philipp eine sehr ordentliche Partie ablieferten. Es spricht für die Kurstadt-Handballer, dass die Gäste in der gesamten Partie zu keinem Zeitpunkt in Führung gehen konnten. Über den gewohnt starken Rückhalt im Tor in Person von Basti Hinz brauch an dieser Stelle wohl kaum noch ein Wort verloren werden.
Am nächsten Wochenende geht es für die Kurstädter nach Ahrensdorf-Schenkenhorst zum derzeitigen Tabellen-Elften der Verbandsliga Nord. Wir würden uns selbstverständlich sehr freuen, wenn der ein oder andere Fan den Weg zu unserem Auswärtsbus finden würde (Samstag, 13 Uhr, am alten Finanzamtplatz), um die Kurstädter bei dieser gewiss nicht einfachen Aufgabe zu unterstützen.
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