Bad Freienwalde gegen Potsdam
Eine volle Halle, eine tolle Stimmung, 7 Spieler auf dem Spielfeld und der starke „8. Mann“ im Rücken, so wollten die Handballer des SV Jahn Bad Freienwalde die Wiedergutmachung angehen, doch leider mussten die Kurstädter auf den gesperrten Markus Block verzichten, der in den letzten Spielen mit der Position als Spielgestalter gewachsen ist und diese jetzt mehr als zufriedenstellend ausfüllt, somit konnte sich Nick Hoffmann beweisen und die Freienwalder zum Sieg führen.
Die Heimmannschaft musste eine unberechenbare Mannschaft aus Potsdam empfangen, weil diese am Anfang der Saison gegen Brandenburg II gewinnen konnten, danach aber gegen Perleberg, Oranienburg und Wittenberge verloren und erst durch den knappen Sieg am vergangenen Spieltag gegen Altlandsberg II wieder im gesicherten Mittelfeld landeten. Also ist die bisherige Saison der Gäste genauso unkonstant, wie die der Freienwalder, die sich mit 2 Siegen, 1 Unentschieden und 5 Niederlagen am Tabellenende befinden, dabei war die letzte Partie der sportliche Tiefpunkt, da sich die Kurstädter nicht erklärbar gegen die Ahrensdorfer mit 24:25 geschlagen geben mussten .
Die Schiedsrichter sind zu dieser Partie nicht angetreten und diese nannten keinen Grund für ihr Fehlen, deswegen haben sich die Sportsfreunde Norbert Schüler und Torsten Salomon dazu bereiterklärt, das Spiel zu leiten.
Die vielen Zuschauer in der Kurstadthalle wollten eine Trotzreaktion von ihrer Mannschaft sehen, somit ging das Heimteam mit 1:0 in Führung. Die Potsdamer waren vom ersten Angriff unbeeindruckt und warfen sogleich das 1:1. Niemand im Freienwalder Team konnte ahnen, dass nun eine Serie von 4:0 Toren der Potsdamer folgte. Die wiedermal am Anfang eingesetzte 5:1 Abwehr hatte leider nicht den gewünschten Effekt. Die Potsdamer Shouter Maximilian Zerm, Jan Thiele und der Ex-Freienwalder Robert Suchalla konnten abermals diese Formation überwinden. Nach 10 Minuten der ersten Halbzeit stand es 2:5 und eine Blamage deutete sich schon zu diesem Zeitpunkt an. Jedes Tor der Jahnsieben mussten sich diese hart Erkämpfen. Für Chris Mattias und Oliver Viert war es nicht einfach, die sehr gut stehende Potsdamer Abwehr zu überwinden. Nur wenn das, im diesem Spiel sehr vermisste, Kombinationsspiel sich zeigte, gelang es den Freienwaldern ein Tor zu verbuchen. Wie nach dem Sprichwort „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“ kamen die Kurstädter den Anschlusstreffer näher (3:6, 5:8, 6:8). Doch wenn sich dich Hoffnung im Kurstädter Team aufbaute, kam ein technischer Fehler und durch einen Konter des VFL stoppte der Höhenflug der Heimmannschaft. Die erste Halbzeit zog sich mühsam hin und die Enttäuschung der Fans konnte man an der Anzeigetafel ablesen. Die 6 Tore nach 22 Minuten für die Kurstadthandballer waren nur indiskutabel und deswegen handelte der Freienwalder Trainer, Guido Juhre, mit einer Auszeit. Dieser wollte die Mannschaft in den letzten Minuten noch einmal erreichen, dass eine gute Grundlage zum Aufholen für die zweite Halbzeit gelegt wird, denn das 7:11 war schon ein Brocken, der schwer, aber nicht unmöglich klein zu kriegen war. Die Auszeit brachte dem Heimteam nichts und obwohl die Mannschaft um Guido Juhre noch auf 3 Tore herankam (8:11), stand es nach 30 Minuten 9:13. Dieses Ergebnis war schwer zu egalisieren, doch mit einer gewaltigen Leistungssteigerung nach der Pause war dies dennoch möglich.
Die Heimmannschaft wollte gleich nach der Pause den Rückstand auf 3 Tore verringern, doch die Potsdamer warfen das Tor, somit war gleich wieder der Wurm nach den ersten gespielten Sekunden drin. Das einzige, was in den ersten Minuten besser funktionierte, war die Abwehr der Gastgeber, die sich nun besser auf den Potsdamer Goalgetter Maximilian Zerm einstellte. Die Freienwalder kämpften sich, auch durch strittige Entscheidungen der Aushilfsschiedsrichter, langsam an die Potsdamer heran (13:17, 14:17). Die Halle spürte wieder den Willen ihrer Mannschaft und diese meldeten sich zurück, aber bei diesem Spiel war es so, dass dieser Aufschwung durch einfache elementare Fehler der Kurstadthandballer zerstört wurde. Einige schnelle Angriffe und gute Kombinationen fanden nicht den Weg ins Tor, somit nutzte Potsdam ihr Glück und setzten sich langsam ab (14:18, 16:21, 17:22). Für die Gastgeber war es nun eine nicht zu bekämpfende Niederlage. Der Wille der Freienwalder war da, doch es gibt solche Tage, an denen es nicht möglich ist, die simpelsten Sachen umzusetzen. Die Verteidigung und der Angriff war in den letzten Minuten sehr harmlos, dadurch besserten sich die 4 Torschützen der Landeshauptstädter ihr Torekonto auf. Das Spiel plätscherte vor sich hin, weil die Freienwalder an diesem Tag nicht mehr entgegensetzen konnten und die Potsdamer nur noch das nötigste machten. Am Ende musste sich der Gastgeber bei ihren Torhütern Sebastian Hinz und Paul Block, der wieder an seiner alten Klasse kratzte, bedanken, dass das Ergebnis im Rahmen von 6 Toren Differenz geblieben war. Somit endete die Partie 19:25 und die Freienwalder befinden sich nun auf dem 9. Tabellenplatz.
Jeder weiß, dass das nun eine bedenkliche Situation ist, die man nur durch ein Miteinander, damit sind auch alle Fans gemeint, schaffen kann. Also appellieren wir an alle Fans uns bitte nicht alleine zulassen, auch nach den letzten Enttäuschungen, dass wir unsere alte Stärke wiederfinden. Das nächste Spiel des SV Jahn Bad Freienwalde findet am 11.12.2011 um 16.00 Uhr in Oranienburg gegen den ungeschlagenen Tabellenführer FSV Forst Borgsdorf statt.
Tore: Sebastian Hinz (/), Paul Block (/), Mario Nawin (/), Alexander Schmidt (/), Philipp Köppen (/), Chris Mattias (7), Mario Rilke (/), Nick Hoffmann (/), Oliver Viert (4), Raik Höhne (4), Marc Gollung (3), Benjamin Warnke (1), Stephan Blume (/)
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