Vorbereitung Kurstadthandballer
Die Handballer aus der Kurstadt haben eine Lange und intensive Vorbereitung hinter sich. Man traf sich dreimal die Woche. Montag und Freitag zum Laufen und Mittwoch ging man gemeinsam ins Fitnessstudio. Insgesamt 8 Wochen Vorbereitung auf die nächste Saison waren nötig um mit der Veränderten Situation klar zu kommen. Nach der vergangen Saison verabschiedeten sich neben Aufbauspieler Jakob Henschke auch Rückraumspieler Stephan Blume und Kreisläufer Eric Poggemöller und rissen damit ein tiefes Loch in den eh schon dünn besetzten Kader der Kurstädter. Der Vorstand war nun zum Handeln aufgefordert und bemühte sich um neue Spieler. Dies stellte sich in der Region Bad Freienwalde als schwieriges Unterfangen dar. Man trat zwar in Gespräche mit Spielern anderer Mannschaften, doch letztendlich ließ sich niemand nach Bad Freienwalde locken. Nun standen der Vorstand und die Mannschaft vor einem großen Problem. Mit 9 Spielern, von denen zwei Torhüter sind, kann man niemals eine Verbandsligasaison auf diesem Niveau bestreiten. Es musste also auf die eigene Jugend zurück gegriffen werden. Diese hätte sich sicher gerne noch ein Jahr im Männerbereich mit der 2. Mannschaft etabliert, jedoch war man durch die eben beschriebenen Umstände dazu gezwungen sie in das kalte Wasser zu werfen und in die erste Mannschaft zu befördern.
Das sie damit in keinster Weise überfordert waren zeigte sich schon in den Vorbereitungsspielen. Davon wurden in diesem Jahr ungewöhnlich viele bestritten, da man den jungen Spielern so viel wie möglich Spielpraxis geben wollte um sich an das hohe Niveau der Verbandsliga Nord zu gewöhnen. Im ersten Spiel stand man den Brandenburgliga-Aufsteigern der HSG Schlaubetal gegenüber und setzte sich nach einem, wie zu erwarten, durchwachsenen Spiel mit einem Tor durch. Der Sieg hingegen war auf Grund der neu zusammengestellten Mannschaft eher unerwartet und wurde dankend als Motivationsspritze angenommen. Die nächsten zwei Testspiele fanden im Rahmen des Trainingslagers statt, welches in heimischer Halle absolviert wurde. Durch die Übernachtungen auf dem Hallenboden wurden die Spieler eins mit der Halle und setzten sich trotz äußerst harter Trainingseinheiten deutlich gegen Eberswalde und Frankfurt durch. (Freienwalde – Eberswalde 28-19 ; Freienwalde – Frankfurt 28-18)
Am vergangenen Samstag (03.09.) sollte die Vorbereitungszeit durch den mit Spannung erwarteten Oberliga-Aufsteiger Grünheider SV beendet werden. Das die Kurstädter sich, durch die diversen Trainingseinheiten und Testspiele zu vor, gut vorbereitet hatten, konnten alle circa 100 Zuschauer in der Kurstadthalle bestaunen. Vom Publikum wurde fast ausschließlich eine Vorführung der besonderen Art erwartet, in der die Kurstädter das nachsehen haben sollten. Die Mannschaft war jedoch hoch motiviert gegen einen zwei Spielklassen höher agierenden Gegner anzutreten. Bis auf Benjamin Warnke, der einer privaten Feier seiner Familie beiwohnte, war der Kader komplett. Nach den ersten Spielminuten waren alle zu vor geäußerten Zweifel an der Mannschaft beseitigt. Es entwickelte sich ein ansehnliches Spiel, in dem die Kurstädter in der ersten Halbzeit konstant die Nase vorn hatten. Die Kombinationen wurden konsequent durchgespielt und fast immer zum Torerfolg gebracht. Einen großen Anteil daran hatten sicher auch die neu in die Mannschaft gekommenen Jugendspieler Nick Hoffmann und Alexander Schmidt, welche zukünftig die Aufbauposition im Kurstädter Spiel besetzten werden. Benni Schirmer und Phillip Köppen, die beiden anderen Jugendspieler, zeigten auf ihren Positionen Rechts- und Linksaußen auch passable Leistungen. (Halbzeitstand 14:12) Die zweite Halbzeit gestaltete sich ähnlich wie die erste. Die Kurstädter blieben konsequent in ihren Spielzügen und erzielten so Tor um Tor. Der Abstand wurde bis in die Schlussphase konstant bei zwei Toren gehalten. In den letzten 10 Minuten häuften sich die Unkonzentriertheiten und man musste sich schließlich, nach einem über weite Strecken durchaus guten Spiel, mit zwei Toren geschlagen geben. (Endstand 26:28) Wenn die Kurstädter es geschafft hätten den Vorsprung auf drei bis vier Tore auszubauen, wäre ein Sieg sicher möglich gewesen. Die erbrachte Leistung gegen eine Oberliga Mannschaft ist jedoch nicht über zu bewerten, denn es handelte sich schließlich um ein Testspiel. Trotzdessen darf man sich freuen gegen einen so starken Gegner gut mitgehalten zu haben und kann optimistisch in die nächste Saison blicken.
Am Samstag treten die Jahn Handballer um 17 Uhr in Wittstock zum Pokal an. Die Wittstocker sind vor 3 Jahren aus der Verbandsliga Nord abgestiegen und sind somit eine bekannte Mannschaft. Im letzten Jahr erreichten sie in der Landesliga Nord-West den 7. Platz. Mit der nötigen Konzentration ist ein Weiterkommen möglich, wenn nicht sogar Pflicht.
Am darauf kommenden Sonntag wird sich dann mit dem Saisonauftakt zeigen wie gut sich das Team vorbereitet und zusammengefunden hat. Es geht am ersten Spieltag nach Brandenburg, um dort gegen die 3. Liga Reserve vom SV 63Brandenburg-West anzutreten. Alle Spieler sind hoch motiviert und wollen mit einem Auswärtserfolg in die neue Verbandsliga Saison starten. Anwurf ist um 16 Uhr. Es wird selbstverständlich auch wieder ein Bus zur Verfügung gestellt.