SV Jahn Bad Freienwalde - HC Spreewald

 

Das Spiel zwischen dem SV Jahn Bad Freienwalde und dem HC Spreewald kam einem Krimi gleich. Leider hatten die Spreewälder das bessere Ende auf ihrer Seite. Am Ende traf Danilo Wendt 3 Sekunden vor Schluss zum viel umjubelten Siegtreffer für den HC.

 

Alle Spieler des Freienwalder Kaders waren fit und so konnte Trainerin Melanie Baier seit langem wieder auf eine volle Bank zurück greifen. Vor allem das Comeback von Rückraumshooter Eric Sindermann erfreute Mannschaft und Fans. Mit einigen sehenswerten Treffern sowie sicher vom Siebenmeterpunkt steuerte er gleich 9 Treffer in seinem ersten schmerzfreien Spiel bei.

 

Der Beginn des Spiels wurde von beiden Abwehrreihen und Torhütern dominiert. Lange Zeit stand ein 1:1 bzw 2:2 auf der Anzeigetafel. Dann kamen auch die Angriffsreihen in Fahrt und die Partie wurde zunehmend torreicher. Beim Spielstand von 3:6 gelang es den Spreewäldern sich erstmals etwas abzusetzen. Die Jahn Sieben ließ sich jedoch nicht abschütteln und gestaltete das Spiel bis zum 12:13 offen. Schon in der ersten Halbzeit gelang es den Kurstädtern mehrmals nicht den Ausgleich zu erzielen. Technische Fehler sowie überhastete Angriffe machten ein Gleichstand bzw. eine Führung nicht möglich. So gelang es den Männern aus Lübben, sich bis zum Halbzeitpfiff auf 13:16 abzusetzen.

 

 

Trainerin Baier war mit ihren Spielern im Großen und Ganzen zufrieden. Nur die Chancenverwertung war noch ausbaufähig.

 

Zu Beginn der zweiten Hälfte kam für die Kurstädter wohl die entscheidende Phase des Spiels. Zwar völlig wach gelang es in der Abwehr Bälle zu erobern, jedoch fehlte es am sicheren Abschluss. So wurden innerhalb der ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte gleich 7 gute Einwurfmöglichkeiten liegen gelassen und eine mögliche Führung verschenkt. Bei einigen Würfen war auch einiges an Pech dabei. So fanden gleich zwei Würfe von Neuzugang Paul Glase den Weg vom Innenpfosten nicht ins Tor. Da die Spreewälder auf eine gut eingestellte Jahn Abwehr trafen, konnten sie aus den Freienwalder Unzulänglichkeiten im Angriff keinen Nutzen ziehen und das Spiel blieb spannend. Über die Spielstände 21:21; 23:23; 26:26 und 27:27 ging es in die dramazische Schlussphase, die wenn man den gesamten Spielverlauf betrachtet wohl keinen Sieger verdient hätte. Die Kurstädter versäumten es beim 27:27 wie schon so oft zuvor selbst die Führung zu übernehmen und Spreewalds Kapitän Nils Werner übernahm Verantwortung und brachte seinem Team 2 Minuten vor Schluss die 27:28 Führung. Dann war es Chris Mattias der 1 Minute vor dem Ende zum 28:28 traf. Die Spreewälder liesen sich nun Zeit und spielten den Angriff lange aus. Ein Wurfversuch 12 Sekunden vor Schluss landete zwar im Block, brachte jedoch noch einmal einen Neunmeter ein. Der Ball ging einmal nach links und wieder zurück und landete letztlich bei Danilo Wendt auf Rechtsaußen der sicher zum 28:29 Endstand traf.

 

 

„Ich mache der Mannschaft keine Vorwürfe, im Gegenteil; wir haben einem absoluten Topteam der Liga über die gesamten 60 Minuten als Mannschaft Paroli geboten. Wir haben gekämpft und wurden leider nicht dafür belohnt. Selbst der eine Punkt hätte uns in unserer Situation gut weitergeholfen. Nun müssen die Punkte an anderer Stelle geholt werden. Wir haben noch 9 Spiele um uns aus der Abstiegszone zu verabschieden.“, rechnete Melanie Baier nach dem Spiel ab.

 

 

Bedanken möchten wir uns wieder einmal bei unseren tollen Fans. Ihr habt alles gegeben und beim nächsten Mal bleiben die Punkte auch wieder in Freienwalde.