SV Lok Rangsdorf – SV Jahn Bad Freienwalde

Am Samstag mussten die Kurstädter die höchste Niederlage der bisherigen Saison verkraften. Am Ende verlor man auch in der Höhe verdient mit 38:26 und hat nun bis zum Derby am Samstag gegen Eberswalde einiges aufzuarbeiten. Die Vorzeichen für die Partie standen schlecht. Torhüter Marcus Schultz meldete sich aus privaten Gründen ab und Spielmacher Mimi Krause erkrankte gegen Ende der Woche, sodass ein Einsatz nicht möglich wurde.


Mit nur 10 Spielern, davon zwei Torhütern, trat man also gegen eine mit 13 Spielern besetzte Rangsdorfer Mannschaft an, die sich im Vergleich zum Pokal gleich auf mehreren Positionen verändert zeigte. Die Deckung der Rangsdorfer agierte offensiv auf den Ballführenden, sodass aus dem Rückraum wenig zu holen war. Auch die Außenpositionen konnten nicht frei gespielt werden. Da in der Mannschaft kein Weg gefunden wurde, die Deckung spielerisch zu knacken, versuchten es die Jahnakteure oft über Einzelaktionen. Viele von diesen fanden, wenn auch manchmal etwas glücklich, den Weg ins gegnerische Tor. In der Deckung lief es kaum besser. Jeder deckte seine Position und es wurde kaum ausgeholfen. Die Rangsdorfer spielten einen schnellen Ball und erarbeiteten gegen die statisch agierende Kurstädter Deckung viele Lücken, welche die Werfer stets in Tore ummünzten. So deutete sich bereits zur Halbzeit beim Stand von 18:13 ein Debakel an.


In der Halbzeit ermahnte Trainerin Melanie Baier ihre Spieler sich als Mannschaft wieder zu finden. 5 Tore sind im Handball schnell aufgeholt. Man musste jedoch erwachen und versuchen die Deckung spielerisch zu umgehen und nicht mehr nur über Einzelaktionen den Weg zum Torerfolg suchen.
Halbzeit zwei lief jedoch leider nicht besser. Schnell bauten die Rangsdorfer die Führung auf 26:18 aus und entschieden die Partie damit vorzeitig. Die Kurstädter kämpften nun mit dem Mut der Verzweiflung und setzten alles auf eine Karte. Schnelle Angriffe sollten den Vorsprung noch einmal verkürzen. Doch im Tor agierte der erfahrene Frank Friedrich wie in besten Jahren und vereitelte selbst beste Einwurfmöglichkeiten. Darunter auch 3 Siebenmeter. In der Konsequenz vielen mehr Tore für Rangsdorf als für die Jahn-Sieben und man verlor 38:26.


„Die Niederlage ist zwar sehr ärgerlich, darf jedoch in der Art und Weise nicht passieren. Wir haben heute gespielt, als ob wir nicht in die Liga gehören. Wir haben in der Saison schon ganz andere Spiele gezeigt. Das zieht sich momentan durch die letzten drei Spiele. Wir werden in der Woche weiter daran arbeiten, uns spielerisch wieder als Mannschaft zu finden, um dann am Wochenende wieder Selbstvertrauen zu bekommen“, bilanzierte eine enttäuschte Trainerin Melanie Baier.
Jahn mit: Lars Schäfer und Carl Klemer im Tor; Chris Mattias (4), Grzegorz Kowalkowski (4), Oliver Viert (4), Raik Höhne (1/1), Marc Hieronimus , Leon Jagow (2), Eric Sindermann (6/1), Markus Block (5/4)